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Schadstoff-Guides Von Dr. Maximilian Mandl 13 Min. Lesezeit

Radon in Österreich: Vorkommen, Risiko, Messung und Recht

Radon ist nach dem Rauchen die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebs. Wo es in Österreich vorkommt, wie groß das Risiko laut den großen Studien wirklich ist, wie man richtig misst und was die Radonschutzverordnung verlangt.

Radon ist ein radioaktives Edelgas. Es entsteht im Boden als Zerfallsprodukt von Uran und Radium, hat keinen Geruch, keine Farbe, keinen Geschmack, und ist nach dem Rauchen die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebs, bei Nichtrauchern die wichtigste (WHO 2009). Die einzige Möglichkeit, die Belastung im eigenen Haus zu kennen, ist eine Messung.

Dieselbe Uran-Blei-Zerfallsphysik, mit der Geochronologen das Alter von Gesteinen bestimmen, steht auch hinter der Radonanreicherung in Wohnräumen. Dieser Text fasst zusammen, was zu Radon in Österreich belegt ist.

Was Radon ist und warum es gefährlich ist

Radon selbst atmet man größtenteils wieder aus. Gefährlich sind seine kurzlebigen Zerfallsprodukte, vor allem Isotope von Polonium, Blei und Bismut. Sie lagern sich an Staubpartikel an, gelangen beim Einatmen in die Lunge und bestrahlen das empfindliche Bronchialgewebe mit Alphastrahlung, der biologisch wirksamsten Strahlungsart auf kurze Distanz. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC/WHO) stuft Radon als Karzinogen der Gruppe 1 ein, also als für den Menschen krebserzeugend (IARC 2012). Wie aus dem Edelgas eine Strahlendosis im Gewebe wird, ordnet das Fold-out ein.

Für Experten, oder die, die es werden wollen: Die Zerfallskette, warum die kurzlebigen Folgeprodukte zählen und wie die Dosis in der Lunge entsteht

Radon-222 ist ein Glied der Uran-238-Zerfallsreihe: Über Radium-226 entsteht das gasförmige Radon, das aus dem Korngefüge des Bodens entweicht und sich in Innenräumen anreichert. Radon selbst hat eine Halbwertszeit von 3,8 Tagen und ist als Edelgas chemisch reaktionslos, wird also zum großen Teil wieder ausgeatmet. Entscheidend sind seine kurzlebigen Folgeprodukte Polonium-218, Blei-214, Bismut-214 und Polonium-214, die binnen Minuten bis Stunden aufeinander folgen. Anders als das Gas sind sie elektrisch geladene Metallatome, die sich an Aerosole und Staub anlagern, mit diesen eingeatmet werden und im Bronchialepithel haften bleiben.

Dort geben Polonium-218 und Polonium-214 beim Zerfall Alphateilchen ab. Alphastrahlung hat in Gewebe nur eine Reichweite von wenigen Zelllagen, deponiert ihre Energie aber auf dieser kurzen Strecke sehr dicht, weshalb sie pro Energieeinheit deutlich mehr biologischen Schaden anrichtet als Röntgen- oder Betastrahlung. Genau diese dichte Ionisierung der Zellkerne im Epithel treibt das Lungenkrebsrisiko, nicht das Gas als solches. Wie weit die Folgeprodukte mit dem Radon im radioaktiven Gleichgewicht stehen, beschreibt der Gleichgewichtsfaktor F; im österreichischen Radonprojekt lag er im Mittel bei etwa 0,5 (Friedmann 2005). Die Strahlendosis pro Radonkonzentration ist damit keine Naturkonstante, sondern hängt von Aerosolgehalt und Lüftung des Raumes ab.

Wie groß das Risiko ist

Drei große gepoolte Auswertungen von Fall-Kontroll-Studien aus Europa, Nordamerika und China zeigen übereinstimmend: Die Zunahme des Lungenkrebsrisikos liegt in der Größenordnung von 10 bis 16 Prozent je 100 Bq/m³ (Becquerel pro Kubikmeter) zusätzlicher Radonkonzentration in der Wohnraumluft (Darby et al. 2005; Krewski et al. 2005; Lubin et al. 2004); die drei Einzelwerte und ihre Herleitung stehen im Fold-out. Der Zusammenhang ist linear und zeigt über den beobachteten Bereich keine erkennbare Schwelle, es gibt also keinen Wert, unter dem das Risiko nachweislich null wäre. In absoluten Zahlen bleibt das für Nichtraucher überschaubar: Bei einer lebenslangen Radonkonzentration von 0, 100 und 400 Bq/m³ liegt das Risiko, bis zum 75. Lebensjahr an Lungenkrebs zu sterben, für lebenslange Nichtraucher bei etwa 0,4, 0,5 und 0,7 Prozent (Darby et al. 2005). Für Raucher ist es rund fünfundzwanzigmal so hoch, bei denselben Konzentrationen also etwa 10, 12 und 16 Prozent (Darby et al. 2005): Die anteilige Radonwirkung ist bei beiden ähnlich, aber auf dem weit höheren Grundrisiko der Raucher wiegt sie ungleich schwerer. Radon und Rauchen zusammen sind die eigentlich gefährliche Kombination.

Für Experten, oder die, die es werden wollen: Die drei gepoolten Analysen, die Messfehlerkorrektur und die Rauch-Radon-Wechselwirkung

Die belastbarste Evidenz stammt aus der gepoolten Reanalyse individueller Daten aus Wohnraum-Fall-Kontroll-Studien mit Langzeit-Kernspurdosimetern. Europa (Darby et al. 2005, 13 Studien, über 7.000 Fälle): plus 16 Prozent je 100 Bq/m³ nach Korrektur für die zufällige Messunsicherheit der Radonbestimmung; die unkorrigierte, direkt beobachtete Steigung liegt bei etwa 8 Prozent. Nordamerika (Krewski et al. 2005, 7 Studien, 3.662 Fälle / 4.966 Kontrollen): Odds Ratio 1,11 je 100 Bq/m³ (95-%-Konfidenzintervall 1,00 bis 1,28). China (Lubin et al. 2004, 1.050 Fälle / 1.996 Kontrollen): Odds Ratio 1,13 (1,01 bis 1,36). Alle drei stimmen mit der Abwärtsextrapolation aus den Bergarbeiterkohorten überein (etwa 1,12).

Zwei Punkte zur Einordnung. Erstens die Messfehlerkorrektur: Weil eine einzelne Wohnraummessung die langjährige Exposition nur ungenau abbildet, verwässert dieser Zufallsfehler den beobachteten Zusammenhang; korrigiert man ihn, steigt die Schätzung. In beiden Poolungen wuchs die Risikoschätzung entsprechend, wenn man sie auf die Fälle mit der genauesten Langzeit-Dosimetrie beschränkte (Krewski et al. 2005; Lubin et al. 2004). Die 16 Prozent sind daher kein Widerspruch zu den 11 und 13 Prozent, sondern die messfehlerbereinigte Fassung derselben Größenordnung. Zweitens das Rauchen: Krewski et al. fanden die anteilige Radonwirkung bei Nie- und Je-Rauchern praktisch gleich (Exzess-Odds-Ratio je 0,10). Der oft gehörte Satz vom „Vielfachen" bezieht sich auf das absolute Risiko, das bei Rauchern wegen ihres hohen Grundrisikos weit höher ausfällt, nicht auf eine überproportionale relative Wirkung.

Warum Österreich betroffen ist

Radon stammt aus dem geologischen Untergrund. Gesteine mit erhöhtem Urangehalt setzen mehr Radon frei, allen voran die Granite und Gneise der Böhmischen Masse im Norden. Hohe Innenraumwerte zeigen aber auch die Karbonate der Nördlichen Kalkalpen: nicht wegen eines hohen Urangehalts, der dort gering bis mäßig ist, sondern weil die hohe Durchlässigkeit des verkarsteten Gesteins die Beweglichkeit des Radons erhöht (Gruber et al. 2021). Große Teile Österreichs liegen auf solchem Untergrund, und das schlägt sich in den Messwerten nieder. In der aktuellen nationalen Erhebung (ÖNRAP 2, 2013 bis 2019) liegt die Radonkonzentration in österreichischen Innenräumen im geometrischen Mittel bei rund 110 Bq/m³, einzelne Wohnungen deutlich darüber (Gruber et al. 2021), und damit klar über dem weltweiten Durchschnitt von etwa 40 Bq/m³ (UNSCEAR 2000). Rund 11 Prozent der österreichischen Wohnungen überschreiten den Referenzwert von 300 Bq/m³ (Gruber et al. 2021). Die Belastung ist stark regional: In Oberösterreich und Tirol liegt das geometrische Mittel bei 130 beziehungsweise 127 Bq/m³ und rund 17 Prozent der Wohnungen über dem Referenzwert, in Wien, Vorarlberg und dem Burgenland ist es ein Bruchteil davon.

Ins Haus gelangt das Gas über den Boden. Im Winter wirkt der Kamineffekt: Warme Luft steigt auf und entweicht in den oberen Geschossen, im Untergeschoss entsteht ein leichter Unterdruck, und durch Risse im Fundament, Rohrdurchführungen und undichte Kellerwände wird radonhaltige Bodenluft nachgesogen. Deshalb sind Keller- und Erdgeschossräume am stärksten betroffen, und deshalb sind die Werte in der Heizperiode in der Regel am höchsten (Friedmann 2005). Wie die Erhebung angelegt ist und was sonst über die Verteilung bekannt ist, steht im Fold-out.

Für Experten, oder die, die es werden wollen: Das Österreichische Radonprojekt, die Geologie und die baulichen Faktoren

Die aktuelle Datenbasis ist ÖNRAP 2 (Gruber et al. 2021): rund 25.000 vermessene Wohnungen, ausgewählt über ein geografisches 2-mal-2-Kilometer-Raster statt wie im Vorgängerprojekt bevölkerungsgewichtet, gemessen mit passiven Kernspurdosimetern (CR-39) über sechs Monate, je zur Hälfte im Winter und Sommer. Das geometrische Mittel beträgt 109 Bq/m³ bei einer geometrischen Standardabweichung von 2,29; die Verteilung ist logarithmisch normal, weshalb der arithmetische Mittelwert mit 166 Bq/m³ deutlich höher liegt. Das erste Radonprojekt (Friedmann 2005, rund 40.000 Messungen 1992 bis 2001) hatte einen bevölkerungsgewichteten arithmetischen Mittelwert von 99 Bq/m³ ermittelt; wegen des anderen Studiendesigns lässt sich daraus aber kein direkter Zeittrend ableiten.

Die Geologie erklärt etwa 20 bis 25 Prozent der gesamten Streuung (Gruber et al. 2021). Am höchsten sind die Werte über den Granitoiden und Migmatiten der Böhmischen Masse und über den verkarsteten Kalken und Dolomiten der Nördlichen Kalkalpen, am niedrigsten über siliziklastischen Sedimenten, Phylliten und dem Flysch. Hinzu kommen bauliche Faktoren: Ältere Gebäude, direkt erdberührte Räume und Wohnungen ohne durchgehenden Keller zeigen höhere Werte, obere Geschosse niedrigere. Genau deshalb ist die Karte eine Orientierung und kein Ersatz für die Messung im konkreten Haus: Der geologische Untergrund ist nur einer von mehreren Faktoren.

Die Radonkarte: was sie zeigt und was nicht

Die AGES stellt eine interaktive Radonkarte für ganz Österreich bereit (geogis.ages.at). Sie beruht auf dem Radon-Potenzial, einer Kombination aus geologischen Daten und tatsächlichen Messwerten, und vergibt pro Gemeinde eine Einstufung: grün für geringes, gelb für mittleres, orange bis rot für hohes Potenzial.

Entscheidend ist, was die Karte nicht zeigt. Sie liefert einen Durchschnitt pro Gemeinde, nicht den Wert für ein einzelnes Haus. Die lokale Geologie variiert innerhalb einer Gemeinde, ein Haus kann auf Granit stehen, das Nachbarhaus 200 Meter weiter auf Schotter. Die Bauweise fehlt ganz: Alter und Zustand der Bodenplatte, Risse, Rohrdurchführungen, Kellernutzung. Auch das Lüftungsverhalten spielt mit. Die Karte gibt eine Orientierung, keine Diagnose.

Unabhängig von der Kartenfarbe ist eine Messung sinnvoll bei Altbauten mit bewohnten Kellerräumen, bei Häusern in Hanglage oder auf Granituntergrund, vor einem Hauskauf, und überall dort, wo Menschen viele Stunden täglich in erdnahen Räumen verbringen, also in Kindergärten, Schulen und Pflegeheimen.

Richtig messen: wie lange, wo, wie viele

Eine Momentaufnahme taugt nichts, denn die Radonkonzentration schwankt je nach Wetter, Luftdruck und Lüftung innerhalb weniger Tage stark. Die belastbare Methode ist die Langzeitmessung mit passiven Kernspurdosimetern, kleinen Kapseln ohne Strom und Wartung. Solche Dosimeter versenden akkreditierte Messstellen und das österreichische Radon-Kompetenzzentrum per Post; man stellt sie auf, schickt sie nach der Messzeit ein und erhält das Ergebnis.

  • Wie lange: mindestens drei Monate, idealerweise in der Heizperiode (Oktober bis März); die behördlichen Erhebungen messen über sechs bis zwölf Monate. Weil die Werte in der Heizperiode typischerweise am höchsten sind (Friedmann 2005), liegt ein Heizperioden-Ergebnis unter dem Referenzwert meist auch im Jahresmittel darunter; der Nachweis nach der Radonschutzverordnung verlangt eine Messung über mindestens sechs Monate, davon mindestens die Hälfte zwischen 15. Oktober und 15. April (RnV 2020, Anlage 2). Elektronische Kurzzeitmessungen über 24 bis 72 Stunden eignen sich nur als erstes Screening, nicht als Ersatz.
  • Wo: im meistgenutzten Aufenthaltsraum im Erd- oder Untergeschoss, nicht in Küche oder Bad, wo viel gelüftet wird. Im Raum auf etwa 1 bis 1,5 Meter Höhe, mindestens 20 cm von der Wand entfernt, nicht am Fenster, nicht auf der Heizung, nicht hinter Möbeln.
  • Wie viele: mindestens eines im meistgenutzten Raum. Für ein vollständiges Bild zwei bis drei, etwa Keller, Erdgeschoss und Schlafzimmer.

Was die Werte bedeuten

Gemessen wird in Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³), also in Zerfällen pro Sekunde je Kubikmeter Luft.

  • Unter 100 Bq/m³: unauffällig, kein Handlungsbedarf.
  • 100 bis 300 Bq/m³: einfache Maßnahmen sinnvoll, etwa regelmäßiges Lüften und das Abdichten offensichtlicher Eintrittspfade im Keller.
  • Über 300 Bq/m³: Sanierungsmaßnahmen empfohlen. 300 Bq/m³ ist der Referenzwert der Radonschutzverordnung.

Weil der Zusammenhang linear und ohne erkennbare Schwelle ist, bedeutet ein Wert knapp unter 300 nicht „sicher": Weniger ist immer besser. Der Referenzwert ist ein Handlungswert, keine Grenze zwischen unschädlich und schädlich.

Der rechtliche Rahmen

Radon ist in Österreich geregelt durch das Strahlenschutzgesetz 2020 (BGBl. I Nr. 50/2020) und die darauf gestützte Radonschutzverordnung (RnV), BGBl. II Nr. 470/2020, beide in Umsetzung der EU-Grundnormen (Richtlinie 2013/59/Euratom). Die Verordnung legt einen Referenzwert von 300 Bq/m³ im Jahresmittel fest, sowohl in Aufenthaltsräumen von Wohngebäuden als auch an Arbeitsplätzen. Das ist kein Grenzwert im juristischen Sinn, sondern der Wert, ab dem Maßnahmen vorgesehen sind.

Das Strahlenschutzgesetz unterscheidet zwei Gebietstypen (§ 92 Abs. 2 StrSchG 2020): Radonschutzgebiete, in denen Radonschutzmaßnahmen an Arbeitsplätzen zu treffen sind, und Radonvorsorgegebiete, in denen Radonvorsorgemaßnahmen in neu errichteten Gebäuden mit Aufenthaltsräumen zu treffen sind. Als Radonschutzgebiete sind auf Grundlage der erhobenen Radondaten 104 Gemeinden festgelegt (§ 4 Abs. 1 RnV, Anlage 1 Abschnitt A); die Radonvorsorgegebiete sind deutlich weiter gefasst und umfassen unter anderem alle Gemeinden Kärntens, Salzburgs und Tirols (§ 4 Abs. 2 RnV, Anlage 1 Abschnitt B). Die Messpflicht an Arbeitsplätzen regelt das Strahlenschutzgesetz nach Kategorien: Sie gilt für Arbeitsplätze im Erdgeschoss oder Keller in Radonschutzgebieten sowie für Arbeitsplätze in Wasserversorgungsanlagen, untertägigen Arbeitsbereichen, Schaubergwerken und -höhlen sowie Radon-Kuranstalten und -Kureinrichtungen (§ 98 StrSchG 2020). Für Neubauten mit Aufenthaltsräumen in Radonvorsorgegebieten sind Radonvorsorgemaßnahmen zu treffen, in der Praxis vor allem eine radondichte Ausführung der Bodenplatte.

Was man tun kann

Radon gehört zu den am besten beherrschbaren Schadstoffproblemen im Gebäude: Die Messung ist einfach und eindeutig, und die Gegenmaßnahmen wirken. Bei moderat erhöhten Werten helfen oft schon eine bessere Kellerlüftung und das Abdichten von Rissen und Rohrdurchführungen. Die wirksamste aktive Maßnahme ist die Radonabsauganlage, eine Unterdruckbelüftung unter der Bodenplatte, die das Gas abfängt, bevor es ins Haus gelangt; Saugpunkte, Ventilatorleistung und die Dichtheit der Bodenplatte müssen dabei aufeinander abgestimmt und der Erfolg anschließend nachgemessen werden. Bei Neubauten in Radonvorsorgegebieten ist die radondichte Bodenplatte ohnehin Standard.

Quellen

  • AGES: Interaktive Radonkarte Österreich (Radon-Potenzial pro Gemeinde). Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit. geogis.ages.at
  • BEIR VI (1999): Health Effects of Exposure to Radon. Committee on Health Risks of Exposure to Radon, National Research Council, Washington. Risikomodell aus den Bergarbeiterkohorten. nap.nationalacademies.org
  • Darby, S., Hill, D., Auvinen, A. et al. (2005): Radon in homes and risk of lung cancer: collaborative analysis of individual data from 13 European case-control studies. British Medical Journal 330:223. Plus rund 16 % je 100 Bq/m³ (messfehlerkorrigiert). doi.org/10.1136/bmj.38308.477650.63
  • Friedmann, H. (2005): Final Results of the Austrian Radon Project (ÖNRAP 1). Health Physics 89(4):339–348. Arithmetischer Mittelwert 99 Bq/m³, Median 61, rund 40.000 Messungen 1992 bis 2001; Winterwerte in der Regel höher als Sommerwerte (Winter-Sommer-Verhältnis im Mittel 2,0 bzw. 1,4 je nach Gebäudetyp). doi.org/10.1097/01.HP.0000167228.18113.27
  • Gruber, V., Baumann, S., Wurm, G., Ringer, W. & Alber, O. (2021): The new Austrian indoor radon survey (ÖNRAP 2, 2013–2019): Design, implementation, results. Journal of Environmental Radioactivity 233:106618. Geometrisches Mittel 109 Bq/m³, arithmetisches Mittel 166, rund 11 % der Wohnungen über 300 Bq/m³. doi.org/10.1016/j.jenvrad.2021.106618
  • IARC (2012): Radionuclides, incl. Radon-222. IARC Monographs on the Evaluation of Carcinogenic Risks to Humans, Vol. 100D. Radon als Gruppe 1 (krebserzeugend für den Menschen). ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK304363
  • Krewski, D., Lubin, J. H., Zielinski, J. M. et al. (2005): Residential Radon and Risk of Lung Cancer: A Combined Analysis of 7 North American Case-Control Studies. Epidemiology 16(2):137–148. Odds Ratio 1,11 (95-%-KI 1,00 bis 1,28) je 100 Bq/m³. doi.org/10.1097/01.ede.0000152522.80261.e3
  • Lubin, J. H., Wang, Z. Y., Boice, J. D. et al. (2004): Risk of lung cancer and residential radon in China: pooled results of two studies. International Journal of Cancer 109(1):132–137. Odds Ratio 1,13 (1,01 bis 1,36) je 100 Bq/m³. doi.org/10.1002/ijc.11683
  • RnV (2020): Radonschutzverordnung, BGBl. II Nr. 470/2020, gestützt auf das Strahlenschutzgesetz 2020 (BGBl. I Nr. 50/2020), in Umsetzung der Richtlinie 2013/59/Euratom. Referenzwert 300 Bq/m³ im Jahresmittel; 104 Radonschutzgebiete für Radonschutzmaßnahmen an Arbeitsplätzen (§ 4 Abs. 1 RnV, Anlage 1 Abschnitt A) und Radonvorsorgegebiete für Radonvorsorgemaßnahmen in neu errichteten Gebäuden mit Aufenthaltsräumen (§ 92 Abs. 2 Z 2 StrSchG 2020, § 4 Abs. 2 RnV, Anlage 1 Abschnitt B). Die Messpflicht für bestimmte Arbeitsplätze folgt aus § 98 StrSchG 2020. ris.bka.gv.at
  • UNSCEAR (2000): Sources and Effects of Ionizing Radiation, Annex B (Exposures from natural radiation sources). United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation. Weltweiter Durchschnitt der Innenraum-Radonkonzentration etwa 40 Bq/m³. unscear.org
  • WHO (2009): WHO Handbook on Indoor Radon: A Public Health Perspective. World Health Organization, Genf. Radon als zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebs nach dem Rauchen. ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK143219

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