Was ist Radon?

Radon (Rn-222) ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran-238 im Boden und Gestein entsteht. Es ist farb- und geruchlos und dringt über Risse, Fugen und undichte Stellen im Fundament in Gebäude ein.

In geschlossenen Räumen kann sich Radon anreichern und über die Atemluft in die Lunge gelangen. Die radioaktiven Zerfallsprodukte schädigen das Lungengewebe und können Lungenkrebs verursachen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), die Krebsforschungsagentur der WHO, stuft Radon seit 1988 als krebserzeugend für den Menschen ein. Nach WHO-Schätzung gehen je nach Land 3 bis 14 % aller Lungenkrebsfälle auf Radon zurück.

Radon in Österreich

Österreich hat aufgrund seiner Geologie, insbesondere in den Alpen und den kristallinen Gebieten, eine der höchsten Radonbelastungen in Europa. Die wichtigsten Fakten:

  • 104 Radonschutzgebiete sind in der Radonschutzverordnung (BGBl. II Nr. 470/2020) ausgewiesen
  • Der Referenzwert liegt bei 300 Bq/m³ im Jahresmittel, für Aufenthaltsräume in Wohngebäuden ebenso wie für Arbeitsplätze (§ 3 Radonschutzverordnung)
  • In Radonvorsorgegebieten sind bei neu errichteten Gebäuden mit Aufenthaltsräumen Radonvorsorgemaßnahmen zu treffen (§ 92 Abs. 2 Z 2 StrSchG 2020, § 4 Abs. 2 Radonschutzverordnung)
  • Bestimmte Arbeitsplätze unterliegen seit dem Strahlenschutzgesetz 2020 einer Messpflicht: im Erdgeschoss oder Keller in Radonschutzgebieten sowie in Wasserversorgungsanlagen, untertägigen Arbeitsbereichen, Schaubergwerken und -höhlen sowie Radon-Kuranstalten und -Kureinrichtungen (§ 98 StrSchG 2020)
  • Die WHO empfiehlt einen deutlich niedrigeren Wert von 100 Bq/m³

So messen wir Radon

Langzeitmessung mit Exposimetern

Die Standardmethode: Passive Detektoren (Exposimeter) werden für mindestens 3 Monate in den relevanten Räumen aufgestellt, idealerweise in der Heizperiode, wenn Fenster geschlossen bleiben. Die Auswertung erfolgt im akkreditierten Labor. Das Ergebnis ist ein verlässlicher Mittelwert über den gesamten Messzeitraum.

Echtzeit-Monitoring mit Sensorik

Für schnelle Orientierung oder begleitendes Monitoring setzen wir elektronische Radon-Sensoren ein. Diese liefern stündliche Messwerte und zeigen tageszeitliche Schwankungen. Besonders nützlich beim Sanierungs-Monitoring oder wenn eine erste Einschätzung benötigt wird.

Begleitende Baugrunduntersuchung

Bei Neubauprojekten in Radonvorsorgegebieten empfehlen wir eine Bodenluftmessung, bevor gebaut wird. So kann die Radonvorsorgemaßnahme gezielt dimensioniert werden.

Kosten

Jede Radon-Messung ist anders. Messpunkt-Anzahl, Methodenwahl (Langzeit-Exposimeter ≥3 Monate vs. Echtzeit-Sensorik) und Gebäudetyp unterscheiden sich stark. Wir erstellen ein transparentes Angebot nach dem kostenlosen Erstgespräch, ohne Verpflichtung.

Die Begehung vor Ort kostet €290 (bis 150 m²), eine virtuelle Begehung per Video €190. Das Video-Erstgespräch ist kostenlos.

Sozialtarif: Für Haushalte mit geringem Einkommen bieten wir einen Sozialtarif. Sprich uns einfach im Erstgespräch an, ganz ohne Nachweise.

Erstgespräch buchen

Häufige Fragen zur Radon-Messung

Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das beim Zerfall von Uran im Boden entsteht. Es dringt über Risse und Fugen in Gebäude ein und ist laut WHO die zweitwichtigste Ursache für Lungenkrebs nach dem Rauchen (WHO-Handbook zu Radon in Innenräumen, 2009). In Österreich gibt es 104 ausgewiesene Radonschutzgebiete.

Die Standardmethode ist eine Langzeitmessung über mindestens 3 Monate mit passiven Exposimetern. Für schnelle Orientierung setzen wir auch elektronische Echtzeit-Sensoren ein, die sofortige Ergebnisse liefern.

Radon-Messungen sind zu situativ für einen Pauschalpreis, die Kosten hängen von der Anzahl der Messpunkte, der Dauer (Langzeit ≥3 Monate vs. Echtzeit) und dem Gebäudetyp ab. Im kostenlosen Erstgespräch prüfen wir auf der Radon-Risikokarte, ob deine Gemeinde im Schutzgebiet liegt, und erstellen dir ein transparentes Angebot. Die Begehungspauschale liegt bei €290, bis 150 m² (für größere Wohnflächen gestaffelt).

Der österreichische Referenzwert liegt bei 300 Bq/m³ im Jahresmittel (Radonschutzverordnung, BGBl. II Nr. 470/2020). Die WHO empfiehlt 100 Bq/m³. Bei Überschreitung sind Sanierungsmaßnahmen wie verbesserte Belüftung oder Radonabsaugung sinnvoll.

Was kostet die Radon-Sanierung?

Typische Sanierungskosten (Richtwerte)

  • Radon-Absaugung (Sub-Slab-Depressurization)€2.000 bis €5.000
  • Abdichtung Bodenplatte€1.000 bis €4.000
  • Lüftungsanlage mit Radon-Schutz€3.000 bis €8.000

Eine Radon-Messung gibt dir Klarheit über die tatsächliche Belastung, bevor du über Maßnahmen entscheidest. Wir erstellen dir nach einem kurzen Erstgespräch ein transparentes Angebot.

Nach baulichen Maßnahmen bieten wir eine Kontrollmessung an, um die Wirksamkeit der Radon-Sanierung zu dokumentieren. Alle Leistungen im Überblick →

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